50 Jahre CroisiEurope

21. May 2026  Franziska Unger 
Impressionen

Die Reederei zeigt passend zum Jubiläum, wie spezialisierte Schiffskonzepte das Angebot an Flussreisen verändert haben.

Von kleinen Pénichen für historische Kanäle über Schaufelradschiffe für flache Flussläufe bis hin zu Großyachten für entlegene Küsten: Die spezialisierten Schiffskonzepte von CroisiEurope haben in den vergangenen fünf Jahrzehnten neue Reiseformen jenseits klassischer Flussrouten erschlossen.

Aus einem 1976 gegründeten Anbieter für Tagesausflüge entwickelte sich im Laufe der Zeit Europas größte Flussreederei mit heute 55 Schiffen auf 39 Flüssen.

Im Jahr 2025 reisten rund 205.000 Gäste mit dem Familienunternehmen, bei einer durchschnittlichen Auslastung von 97 Prozent.

Ein eindrucksvolles Beispiel für die Entwicklung des Produktportfolios liefert die Loire: Noch 2015 galt sie als kaum befahrbar, als CroisiEurope mit der „MS Loire Princesse“ das erste Kreuzfahrtschiff auf den sogenannten letzten wilden Fluss Europas brachte.

Erst durch den Einsatz eines speziell entwickelten Schaufelradschiffs mit Jet-Antrieb wurde der Betrieb auf diesem nicht kanalisierten Fluss überhaupt möglich.

Über die Loire hinaus kommen heute auch auf Elbe und Moldau angepasste Schiffstypen mit besonders geringem Tiefgang zum Einsatz, während kleinere Einheiten zusätzlich den Zugang zu Häfen ermöglichen, die für größere Schiffe unerreichbar bleiben.

Durch die technischen Entwicklungen hat sich auch die Art des Reisens deutlich gewandelt: Klassische Flusskreuzfahrten wurden zunehmend durch spezialisierte Formate ergänzt und teilweise sogar verdrängt. Im Fokus stehen heute unter anderem Wanderkreuzfahrten entlang von Rhein und Bordeaux, Gourmetreisen auf Rhône und Gironde, Metropolreisen in Städten wie Paris oder Amsterdam sowie Kanalfahrten auf umgebauten Lastkähnen, die auf maximal 24 Gäste ausgelegt sind.

„Die Nachfrage entwickelt sich seit Jahren weg von standardisierten Routen hin zu Reisen mit Erlebnischarakter“, betont Christian Kaatz, Geschäftsführer von Anton Götten Reisen, dem Generalagenten von CroisiEurope in Deutschland und Österreich. „Gefragt sind heute kleinere Formate und besondere Reisen, die individuelle Interessen ansprechen.“

Ergänzend dazu wurde das Fernreiseprogramm Schritt für Schritt ausgebaut: Neben Fahrten auf dem Mekong sowie kombinierten Fluss- und Landreisen im südlichen Afrika stehen ab 2027 auch Amazonas-Reisen im Programm. Dort kommt ein Neubau mit Hybridtechnik und Solarpaneelen zum Einsatz.

Mit dem Jubiläumsjahr leitet CroisiEurope zugleich eine neue Phase der Unternehmensentwicklung ein.

Im Mittelpunkt stehen dabei der konsequente Ausbau spezialisierter Reiseformate, die weitere Internationalisierung des Programms sowie eine stärkere Fokussierung auf kombinierte Fluss- und Landreisen.

Gleichzeitig wird im deutschsprachigen Markt die Vertriebsstruktur gezielt ausgebaut – sowohl über stationäre Vertriebspartner als auch über digitale Buchungswege. Damit schärft die Reederei ihr Profil auch künftig abseits klassischer Standardrouten.

Über CroisiEurope

Mit 55 Schiffen gilt CroisiEurope als Europas größte Flussreederei.

Rund 220.000 Gäste jährlich reisen mit dem Unternehmen auf Flüssen, Kanälen und Küstenrouten – vom Rhein über den Douro bis hin zum Mekong in Asien oder dem Kariba-See in Afrika.

Gegründet wurde die französische Reederei mit Sitz in Straßburg im Jahr 1976 von Gérard Schmitter. Seit mittlerweile 30 Jahren arbeitet sie zudem mit Anton Götten Reisen zusammen, dessen Team die Produkte exklusiv in Deutschland und Österreich vermarktet.

Ein umfassendes Alles-Inklusive-Konzept – von Verpflegung über Ausflüge bis hin zu WLAN – macht das Angebot zu einem der leistungsstärksten im deutschen Markt.

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